Manuelle Therapie

Der Begriff "manuelle Therapie" bezeichnet alle Verfahren, die dem Auffinden und Behandeln von Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat (vor allem an der Wirbelsäule und den Gelenken) dienen.

Wie der Name schon sagt, werden manuelle Therapien nur mit den Händen (also ohne technische Geräte) von Ärzten, Physiotherapeuten, Heilpraktikern und Masseuren angewendet.

Aus ägyptischen Überlieferungen geht hervor, das bereits um 3000 v. Chr. Handgriffe unter vertikalem Zug an der Wirbelsäule vorgenommen wurden.
Ähnliche Beschreibungen sind auch aus Ostindien bekannt.
Hippokrates nutzte manualtherapeutische Techniken um Verkrümmungen an der Wirbelsäule zu behandeln.

In den USA entwickelten sich im 19. Jahrhundert zwei unterschiedliche Ansätze innerhalb der manuellen Medizin: die Osteopathie und Chiropraktik.

Im Zentrum der manuellen Medizin stehen die Diagnostik und Therapie von Dysfunktionen und davon ausgehenden Schmerzsyndromen. Die Behandlung der Fehlfunktionen erfolgt ausschließlich mit manuellen Techniken, sollte jedoch immer auf einer ganzheitlichen Untersuchung des Patienten basieren.